Peter Marggraff: „Einfach ausprobieren und nicht lange nachdenken!“

Blockchain-Technologie und Kryptowährungen verändern die Bankenwelt aktuell in starkem Ausmaß. Dass Schweinfurt, das eigentlich nicht gerade als Bankenmetropole bekannt ist, hier eine Rolle mitspielt verdankt die Industriestadt Peter Marggraff und Lukas Haupt. In ihrem Büro am Klingenbrunnstraße helfen die beiden Gründer seit ca. zwei Jahren Unternehmen weltweit bei Projekten mit Einführung der Kryptowährung, zuletzt in Serbien – und das mit wachsendem Erfolg. „Es gibt über 3.000 Kryptowährungen“, berichtete der 29-jährige Marggraff in seinem Vortrag vor dem von den Wirtschaftsjunioren initiierten Gründernetzwerk StartupSchweinfurt, nur die bekannteste sei Bitcoin mit 21 Millionen digitalen Münzen. Mit Hilfe von Minern, die von dem Unternehmen cryptosupply gemietet werden können (die Server stehen derzeit in Österreich) kann dank der Blockchain-Technologie als sicheres Fundament ein schnellerer Zahlungsweg organisiert werden. Weil staatliche Player, wie Währungsbanken nicht involviert sind, gibt es auch weniger Inflationsrisiken , erklärte der ehemalige Deutsche Bank und Flessabanker Marggraff den 30 Zuhörern.

Vor drei Jahren hatte er sich zusammen mit seinem Bekannten Lukas Haupt in das weite Feld der Kryptowährungen, die auf komplizierte Algorithmen aufbauen, eingearbeitet und schon bald versucht mehrere Miner aus China zu beziehen. Dass ging aber erstmal völlig in die Hose und statt der Ware hatten Onlinebetrüger die Tausende von Euro in ihre Tasche gesteckt. Für Marggraff aber kein Grund aufzugeben, sondern aus den Schwierigkeiten an die Geräte zuverlässig zu kommen, eine Chance für ein Geschäftsmodell für Beratung und Leasing zu machen (www.cryptosupply.eu). Jungen Gründern rät er daher nicht zu lange über ihre Geschäftsidee zu grübeln, sondern anzufangen und an den Herausforderungen zu wachsen. Beeindruckend war seine Demonstration, wie rasch er über sein Handy die Kryptowährung in Euro umtauschen kann; bei gleichzeitiger absoluter Transparenz.

Viele der Anwesenden stellten zwar kritische Fragen in Bezug auf diese Kunstwährungen. Gleichwohl waren alle überzeugt, dass deren Bedeutung im Wirtschaftsleben weiter zunehmen wird. Am fiktiven Beispiel eines Schweinfurt-Coin wurde erklärt, dass dies sich technisch nicht allzu schwer umzusetzen ist. „Der Wert eines Coins steigt mit der Nutzerzahl“, verdeutlichte Marggraff.

Im Anschluss an die Netzwerkpause erklärte Schweinfurter-fragen-Schweinfurter-Facebook-Admin Volker Reinhard, wie man sein Unternehmen am schlagkräftigsten auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken präsentiert. Neben der Zahl der regelmäßigen Posts (mind. 3/Woche) sei es empfehlenswert Videos über die eigenen Waren und Dienstleistungen zu kreieren. Das dies durchaus mit annehmbaren Aufwand über das eigene Smartphone gemacht werden kann, zeigt Coach Reinhard anhand mehrerer realer Beispiele, etwa über sein eigenes Modelabel Veteranos.